Fr, 11/17/2017 - 13:02

Skype for Business oder Microsoft Teams?

Microsoft setzt auf Microsoft Teams: Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Auf der Microsoft Ignite hat Microsoft seine Zukunftsvision für Intelligente Kommunikation vorgestellt, die Menschen und Unternehmen in aller Welt bei Anrufen und Besprechungen ein ganz neues Erlebnis bieten soll. Die Grundlage hierfür bildet die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) in Unified Communications, beispielsweise in Form von Bots und Spracherkennung, zuverlässiger Inhaltserfassung, Sprach- und Übersetzungsdiensten, intelligenten Videofunktionen und vielem mehr. Kern der Vision ist die neue zentrale Kommunikationsplattform Microsoft Teams.


Microsoft macht Microsoft Teams zur Zentrale für Kommunikation und Zusammenarbeit

Microsoft macht Microsoft Teams zur zentralen Anwendung für Kommunikation und Zusammenarbeit in Office 365, und löst damit Skype for Business Online ab. Mit dem Umstieg auf Microsoft Teams lassen sich die Kommunikationsfunktionen aus dem Hause Microsoft noch nahtloser einbinden. Das gibt allen Nutzern einen zentralen Ort für den Austausch untereinander das Teilen und Speichern von Kontakten und Inhalten, sowie den Zugriff auf die Vorteile diverser KI-Tools. Weitere Informationen über Microsoft Teams liefert das folgende Microsoft-Video.


Microsoft Teams setzt zum Überholen von Skype for Business Online an

Die aktuelle Roadmap für Microsoft Teams zeigt, welche neuen Funktionen Microsoft für wann geplant hat. Daraus geht eindeutig hervor, dass, wie schon bei der Microsoft Ignite angekündigt, Funktionen von Skype for Business Online in zukünftigen Versionen von Microsoft Teams enthalten sein werden. Es ist das erklärte Ziel, innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate die vollständige Funktionsgleichheit zwischen Microsoft Teams und Skype for Business Online zu schaffen und außerdem zusätzliche Funktionen für Teams zu entwickeln. Der Roadmap zufolge werden wichtige Skype-Funktionen bis zum 2. Quartal 2018 in Teams aufgenommen, und zwar:

  • Nachrichten: Bildschirmfreigabe während Chats und Kompatibilität mit Team-Messengern anderer Anbieter
  • Konferenzen: Unterstützung von Konferenzsystemen durch Skype Room Systems und Video-Kompatibilität über die Cloud, sodass auch Konferenzsysteme von Fremdherstellern an Teams-Konferenzen teilnehmen können
  • Telefonie: Aktivierung der Telefonfunktionen in Office 365 über bereits existente Telefonleitungen

In zukünftigen Versionen von Microsoft Teams werden nicht nur Funktionen von Skype Online übernommen, sondern auch neue KI-Funktionen eingeführt. Dadurch wird Teams schließlich Skype überholen. Zunächst soll in Teams die Aufzeichnung und Speicherung von Anrufen eingerichtet werden, sowie die Transkription von Konferenzen und die Möglichkeit, diese nach bestimmten Schlagwörtern zu durchsuchen. Diese Funktionen werden ab der zweiten Jahreshälfte 2018 eingeführt.

Klicken Sie hier, um die vollständige Microsoft-Roadmap im PDF-Format herunterzuladen.


Skype for Business Online und Skype for Business Server werden weiter unterstützt

Der neue Schwerpunkt auf Microsoft Teams bedeutet nicht das sofortige Ende für Skype for Business. Skype Online wird noch geraume Zeit weiter unterstützt werden. Innovative Funktionen wird es jedoch vor allem für Microsoft Teams geben. Dennoch ist für die zweite Jahreshälfte 2018 eine aktualisierte Skype-Version als Teil von Office 2019 vorgesehen. Außerdem hat Microsoft für 2019 eine neue Version des Skype Servers angekündigt, sodass dessen Unterstützung noch für mindestens fünf Jahre sichergestellt ist. Wahrscheinlich wird es danach eine weitere Version geben, die die Unterstützung noch einmal für weitere fünf Jahre verlängert, aber das ist derzeit nicht bestätigt.


Was bedeutet das alles für Sie und Ihr Unternehmen?

Zu allererst: keine Panik! Sie müssen im Moment überhaupt nichts unternehmen. Wenn Sie Skype for Business Online nutzen, werden Sie zwar früher oder später auf Microsoft Teams umsteigen müssen, aber Sie selbst entscheiden, wann und wie. Es ist ein Prozess, den Sie ganz nach Ihren Anforderungen planen, einleiten und abschließen können. Wir, als Fachleute für Office 365, unterstützen Sie dabei natürlich gerne.

Berücksichtigen Sie auf jeden Fall die folgenden Empfehlungen:

  1. Planung: bloß keine Eile

    Für die kommenden Jahre haben Sie auf jeden Fall noch die Wahl, ob Sie weiterhin Skype for Business nutzen oder zu Microsoft Teams wechseln. Orientieren Sie sich bei dieser Entscheidung daran, was für Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter sinnvoll ist. Skype Server wird es noch mindestens fünf Jahre lang geben, und Skype for Business Online und Microsoft Teams werden noch geraume Zeit koexistieren. Es gibt noch kein genaues Datum für die Einstellung von Skype Online. Schildern Sie uns Ihre konkrete Situation und unser Team erarbeitet gemeinsam mit Ihnen einen Plan, der genau auf Ihre Anforderungen abgestimmt ist.

  2. Installation: Sie haben die Wahl

    Wenn Sie entschieden haben, dass es Zeit für den Wechsel zu Microsoft Teams ist, haben Sie, was Ausmaß, Geschwindigkeit und Komplexität betrifft, die volle Kontrolle über die Einführung. Skype for Business und Microsoft Teams sind voll kompatibel, sodass Sie in Ihrem Unternehmen beide gleichzeitig verwenden können. Das gilt für Skype for Business Online ebenso wie für Skype Server, der sich mit Microsoft Teams in einer Hybrid-Installation kombinieren lässt. Sie können also Microsoft Teams in kleinen Arbeitsgruppen vorab neben Skype for Business testen, ohne Ihre internen Abläufe zu beeinträchtigen. Wenn dieses Pilotprojekt zu Ihrer Zufriedenheit ausfällt, können Sie die gesamte Belegschaft in dem für Ihr Unternehmen optimalen Tempo auf Microsoft Teams umstellen. Sie können sich natürlich auch für eine Hybrid-Installation entscheiden, in der Skype für die Telefonie und Teams für die Zusammenarbeit im Team genutzt wird. Unser Implementierungsteam hilft Ihnen gerne bei allen Installationen, an denen Office 365 und Skype Server beteiligt sind.

  3. Nutzung: wie es der Belegschaft gefällt

    Sie brauchen Zeit für den Umstieg auf ein neues Tool, und Ihre Mitarbeiter ebenso. Skype for Business ist ein Tool zur Kommunikation, Microsoft Teams ist ein Tool für die Zusammenarbeit im Team – somit bringen sie jeweils eine vollkommen andere Arbeitsweise mit sich. Die Umstellung auf ein neues Tool braucht daher Zeit und muss von einem sorgfältigen Change Management begleitet werden. Microsoft Teams macht die Umstellung etwas leichter, da Nutzer die Möglichkeit haben, für Konferenzen frei zwischen Skype for Business und Microsoft Teams zu wählen solange es beide Tools gibt. Für einen erfolgreichen Umstieg auf Teams müssen die richtigen Personen zum richtigen Zeitpunkt wechseln. Unsere Fachteams für Change Management in Unternehmen bieten Unterstützung bei der Planung.

Weitere Informationen erhalten Sie über die folgenden Links. Sie können sich bei Fragen zu Ihrer konkreten Situation auch gerne an uns wenden.

Webinar: „Decoding Microsoft Ignite“ von Arkadin und Microsoft (in englischer Sprache)
FAQ: Journey from Skype for Business to Microsoft Teams (von Microsoft, in englischer Sprache) 

 

 

Der Autor

Hugues Treguier ist „Director of Products – Unified Communications“ bei Arkadin. Er leitet die Gesamtstrategie des Unternehmens für Unified Communications (UC) und ist verantwortlich für Stärkung und Ausbau der UC-Angebote von Arkadin in Zusammenarbeit mit Technologiepartnern wie Microsoft. Er steht als technikbegeisterter Verantwortlicher hinter der Einführung zahlreicher Produkte aus dem Arkadin-Portfolio, wie z. B. LiveMeeting und WebEx, und war außerdem an der Entwicklung und Implementierung der Arkadin Cloud Collaboration Platform beteiligt. Zuvor war er als Berater für Telekommunikationsunternehmen tätig und hatte maßgeblichen Anteil an verschiedenen internationalen Projekten mit Orange und SFR, bei denen es um Mobiltelefonie bis hin zur Entstehung eines Internetanbieters ging.

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